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Interview: Schwierigkeiten mit einer Fritz-Krause-Straße

Sonnhild Grünberg  |  Freitag, 31. Januar 2014

Blick in die Zukunft: Fritz-Krause-Straße | Foto & Montage: Wolfgang FrotscherGespräch mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Erik Rohrbach

Im Roten Hahn fragen wir von Zeit zu Zeit nach, was aus Beschlüssen und Dokumenten geworden ist. So interessiert es unsere Leser, wie es mit der Ehrung von Fritz Krause steht. Hast du auf den Brief an Herrn Martin Patzelt vom 01.10 2013 inzwischen eine Antwort erhalten?
Bisher nicht. Ich bedaure, dass Herrn Patzelt als einem der Amtsnachfolger von Fritz Krause das politische und moralische Format fehlt, Position zur öffentlichen Ehrung von Fritz zu beziehen. Trotz seines langen, beharrlichen Schweigens bin ich nach wie vor auch zu einem Gespräch mit ihm bereit. Dankbar bin ich dem „Blickpunkt“, dem „neuen deutschland“ und unserem „Roten Hahn“, dass sie ausführlich über meinen Offenen Brief an Herrn Patzelt berichtet haben.

Dem Kreisvorstand liegen inzwischen über 4000 Unterschriften zu unserem Aufruf „Ehre, wem Ehre gebührt“ vor. Wie bewertest du das?
Tausende Unterschriften beweisen, Fritz Krause lebt in den Herzen vieler Frankfurter weiter, oder, um es mit Worten von Albert Schweitzer zu sagen, das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen. Deshalb unterstützen wir den Vorschlag von Herrn Volker Link, die Regierungsstraße in Fritz – Krause – Straße umzubenennen. Hohe Anerkennung zolle ich Herrn Manfred Knöfel, der während seines Krankenhausaufenthaltes 257 Unterschriften für die Ehrung Fritz Krauses gesammelt hat; und sein Einsatz ist auch deshalb bewundernswert, weil er seine Initiative trotz angeschlagener Gesundheit beharrlich weiterführt.

Was ist für dich das Besondere bei der Unterschriftensammlung?
Das Besondere ist die für uns neue Erfahrung, dass uns viele Menschen unaufgefordert erklären, warum sie gern für Fritz Krause unterschreiben. Ich habe fast einhundert persönliche Gespräche geführt, viel Neues erfahren und manche Anekdote gehört. All das rundet unser Bild über Fritz Krause weiter ab, und das Gehörte würde mit dem Blick auf seinen 90. Geburtstag am 13. April 2015 ein weiteres Minibuch füllen.

Setzen wir trotzdem mit „Ehre, wem Ehre gebührt!“ fort?
Natürlich. Wir werden die Unterschriftensammlung weiterführen, auch wenn sie für politische Entscheidungen keine Rechtskraft besitzt. Das 22.Brückenfest am 1. Mai wird sich dafür wieder besonders anbieten. Zum geeigneten Zeitpunkt sollte unsere Fraktion in der SVV zur Straßenumbenennung der Regierungsstraße in Fritz – Krause – Straße einen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbringen. Noch besser wäre es, wenn es gelänge, über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg einen gemeinsamen Antrag für die Stadtverordnetenversammlung zu formulieren, Das wäre auch weit über unsere Stadt hinaus endlich ein politisches Zeichen ihrer Handlungsfähigkeit. Ich bin gern bereit, in den Fraktionen der SSV aufzutreten, denn ich habe jahrelang mit Fritz Krause zusammengearbeitet.

Ich danke dir für deine Ausführungen. Wir haben also noch viel zu tun für eine angemessene Ehrung Fritz Krauses. 
(Das Interview führte Sonnhild Grünberg)

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