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Glosse: Im Labyrinth der Stadtverwaltung

Wolfgang Frotscher  |  Freitag, 31. Januar 2014

Eigentlich sollte bereits genügend über den aufgeblähten Apparat rund um den OB und die „Bürgernähe“ der Stadtverwaltung geschrieben worden sein. Ein persönliches Erlebnis möchte ich – als einer der wenigen „Neu-Frankfurter“ – trotzdem niemandem vorenthalten:
Nach diversen Meinungsäußerungen verschiedenster Frankfurter in der Lokalpresse zum angeblich „kürzlich veröffentlichten“ Masterplan Innenstadt im November vergangenen Jahres wurde ich neugierig. Ich wollte einfach mehr wissen, was in meiner neuen Wahlheimat so vor sich geht und geplant ist. Doch in vielerlei Hinsicht – Fehlanzeige!


Zunächst versuchte ich die – so dachte ich – unkomplizierteste Art und bat im November 2013 per E-Mail bei der Stadtverwaltung um Information. Mit einem Link zu dem veralteten und nach eigener Aussage der Stadtverwaltung nicht aktualisierten Plan von 2008 wollte und konnte ich mich nicht zufrieden geben. Trotz mehrfacher Nachfragen – bis hin zu unserem OB – erhielt ich nach ungefähr einem Monat die Mitteilung, dass in der Verwaltung erst einmal nachgefragt werden müsse. Da mich der sogenannte Masterplan und nicht so sehr die innerbetrieblichen Vorgänge der Stadt interessierten, reklamierte ich mit dem Ergebnis: Schweigen.


Als ich dann doch noch einen Termin in der Bauverwaltung bekam: Masterplan – erneute Fehlanzeige! Das von einer Düsseldorfer (bestimmt nicht preiswerten!) Firma mit offensichtlicher Ortsunkenntnis erstellte Papier trüge den falschen Namen und sei zumindest nicht mit der Abteilung Stadtentwicklung/Stadtplanung abgestimmt worden. Was so auch wieder nicht stimmen soll, meinen Insider. Na wie denn nun?


Und das, was mir von amtlich-fachkundiger Seite erzählt wurde – immerhin nahm man sich für mich nach zwei Monaten Katz- und Maus-Spiel eine Stunde Zeit – sprühte auch nicht gerade vor Enthusiasmus, Euphorie und Aktualität. Mir wurde u. a. von Vorhaben berichtet, die schon seit Jahren immer wieder genannt, nicht jedoch ernsthaft in Angriff genommen wurden. Beispielhaft sei nur an das Fachwerkgebäude neben dem Luxemburg-Palais und die Bürgerschule, dem geplanten Stadtarchiv, erinnert...


Wenn das so weiter geht, interessiert mich vielleicht der „Masterplan“ nur noch sekundär und die innerbetriebliche Stadtverwaltung wird für mich noch wie ein Krimi! Aber keine Bange, liebe Leserinnen und Leser, liebe Stadtverwaltung: Ich bleibe dran!
Und, liebe Stadtväter und -mütter: Nicht so viel unnützes Geld ausgeben für den „grünen Tisch“, nutzt das Geld doch einfach mal zum Tun!

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