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Nachdenklich, aber optimistisch – unser Neujahrsempfang

Elke Thiele  |  Freitag, 03. Februar 2017

DIE LINKE. Frankfurt (Oder) - Neujahrsempfang 2017Den kulturellen Auftakt übernahmen die Mitglieder des Modernen Theaters Oderland mit politischen Liedern, die zum Anliegen des Abends passten, nicht selten hintersinnig waren und die auch zwischen den Redebeiträgen für Auflockerung sorgten.
Als erster Redner begrüßte Wolfgang Neumann, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, die Anwesenden, verbunden mit dem Wunsch nach einem konstruktiven Miteinander zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Er übermittelte in seiner Rede auch unserem René Wilke beste Genesungswünsche.

Danach trat unsere Kreisvorsitzende Sandra Seifert ans Rednerpult. Sie zog zuerst die politische Bilanz der LINKEN der Stadt im vergangenen Jahr, in deren Zentrum die Debatten zur Verwaltungsstrukturreform stand. Dabei kritisierte sie, dass der Bürgerwille kaum in Potsdam gehört wurde. Die Folge sei, dass nun die Reform in den Gesetzgebungsprozess eingetreten sei und es nun darauf ankommen müsse, das Bestmögliche für Frankfurt festzuschreiben.

 

Im neuen Jahr stehen neben der genannten Aufgabe weitere Aufgaben vor der Stadtpolitik, deren Erfüllung das Leben der Einwohner in der Stadt verbessern sollen. So gehe es u. a. darum, zügig die Modernisierung des Öffentlichen Personennahverkehrs umzusetzen. Weiterhin gelte es, die zahlreichen Einrichtungen, Initiativen und Netzwerke der Sozialarbeit für die Jüngsten, für die älteren Frankfurter und auch für die Menschen mit Handicap zu erhalten. Dabei schloss sie auch ein großes Lob an die aktive Elternschaft ein, die konstruktiv in die Diskussion um die Beitragssätze in der Kitabetreuung eingegriffen habe und es weiter tun wird.

In diesem Zusammenhang stellte Genossin Seifert einen hohen Anspruch an die weitere Parteiarbeit dahingehend, wieder mehr den Bürgern zuzuhören, für sie da zu sein und mit den Bürgern für Verbesserungen zu wirken. Im Jubiläumsjahr der Reformation sei es erlaubt, eine Parallele zum Wirken Martin Luthers zu ziehen, mit allen Menschen guten Glaubens zu sprechen.

Große Wertschätzung erhielt auch die Rede unseres Bundestagsabgeordneten Thomas Nord. In seiner überzeugenden Art zu reden stellte er linke Alternativen vor zum herrschenden Neoliberalismus mit seinem Bestreben, das öffentliche Leben zu privatisieren, mit seiner sozialen Kälte, seinem Demokratieabbau. Gerade in Anbetracht des Terroranschlages in Berlin sollten in der Außenpolitik der Kampf um Frieden, um Demilitarisierung, um die Suche nach diplomatischen Lösungen stehen, bevor die Waffen sprechen.
Hochaktuell und brisant seien die Beziehungen zu Russland, wobei Genosse Nord insbesondere die Truppenverlegung der NATO in die östlichen Mitgliedstaaten kritisierte. Er erinnerte an die Mahnung von vor mehr als siebzig Jahren, dass nie wieder von deutschem Boden ein Krieg ausgehen darf. Seine Rede zielte letztlich darauf ab, das mit dem Bundestagswahlkampf der LINKEN ein Zeichen gesetzt werden soll gegen die verbreitete Angst vor dem Morgen, gegen Depression und Mutlosigkeit im politischen Leben der Gesellschaft.

Nach diesem „offiziellen“ Teil war wieder die Gelegenheit zum Gedankenaustausch über das Gehörte, Freunde und Bekannte im neuen Jahr zu begrüßen und sich am gut gefüllten Büfett zu bedienen.
Der diesjährige Neujahrsempfang war ein positiver Startschuss für ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2017 und er fand auch ein anerkennendes öffentliches und mediales Echo.

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