Fehler
  • Fehler beim Laden des Feeds

Empfohlen Drucken

Stefan Heym: Erinnerung an einen Aufrechten

Ella Schleese  |  Dienstag, 25. März 2014

Stefan Heym | Foto: Marcel Antonisse / Anefo Nationaal Archief, Wikimedia Commons, (CC BY-SA 3.0)

Sein bürgerlicher Name - Helmut Flieg. Vom Chemnitzer Gymnasium "flog" er, 18-jährig, wegen eines antimilitaristischen Gedichts. Er emigrierte vor den Faschisten nach Prag, als das nicht mehr reichte - nach Amerika. Deutschen Boden betrat er erst wieder als Angehöriger der amerikanischen Armee im Kampf gegen Hitlerdeutschland. Nach der Befreiung vom Faschismus hoffte er seinerzeit auch in München auf ein antifaschistisches Deutschland. Das erwies sich als ein Trugschluss, also entschied sich Stefan Heym 1956 für die DDR, wohnte fortan als freier Schriftsteller in Berlin.

Wen Bücher wie "Kreuzfahrer von heute", "Der Fall Glasenapp" oder ,,Der König David Bericht" literarisch begleitet haben, der wird sich ein waches Interesse an deren Verfasser Stefan Heym bewahren. Und so gehörte ich selbstverständlich zu den Zuhörern der szenischen Lesung " Stefan Heym - Einer der nie schwieg", die DIE LINKE in Frankfurt organisiert hatte. Auf dem Podium des Theaters Frankfurt in der Sophienstraße hatten Carmen Winter, Franz Sodann, Thomas Nord und Rene Wilke als Vorleser Platz genommen.

Sie lasen aus Briefen, publizistischen Arbeiten und natürlich aus Heyms Werken. Für mich war es die zweite Begegnung mit ausgewählten Texten von Stefan Heym, denn mit Werner hatte ich bereits im Dezember 2012 die gleichlautende Veranstaltung im Palais am Festungsgraben erlebt. An dieser Veranstaltung nahm auch die Witwe des Schriftstellers Inge Heym teil, wenn auch nicht als Vorleserin.

Eine Volksweisheit besagt, dass Wiederholung die Mutter der Weisheit ist. Und so war auch fur mich die Wiederbegegnung mit Heyms Texten ein Gewinn. Kaum ein wichtiges politisches Ereignis hat dieser engagierte Schriftsteller unkommentiert hingenommen.

Stefan Heym hat sich sowohl gegen Dummheit, Ignoranz und Dogmatismus in der DDR gewehrt, als auch die Diskriminierung jeglichen Lebens in der DDR im neuen vereinten Deutschland angeklagt. Beredter Ausdruck zu letzterem: Seine Eröffnungsrede des 13. Bundestages im November 1994 als Alterspräsident.

Eine kurzes Zitat daraus soll meinen Beitrag schließen:
„Unterschätzen Sie doch bitte nicht ein Menschenleben, in dem, trotz aller Beschränkungen, das Geld nicht das Allentscheidende war, der Arbeitsplatz ein Anrecht von Mann und Frau gleichermaßen, die Wohnung bezahlbar und der wichtigste Körperteil nicht der Ellbogen.“

Kategorien: Meldungen Schlagworte: Stefan Heym

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion soll der sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema dienen, welches im obigen Beitrag behandelt wird. Bitte behandeln Sie andere Kommentator_innen so, wie Sie auch selbst behandelt werden möchten.
Kommentare, die unsachlich sind oder Menschen in irgendeiner Weise diskriminieren und/oder beleidigen, werden gelöscht.


Sicherheitscode
Aktualisieren

DER ROTE HAHN

Unser Abgeordneter René Wilke

 

Mitglied Werden!

Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)

 

DIE LINKE: Nachrichten

Start | Impressum | Kontakt | DIE LINKE. Frankfurt (Oder) (2014) | Powered by Joomla! | Basis-Template: Vadim Reimer (2009)